Platz #05 bis #01
#05. Moonsorrow

Moonsorrow wurde 1995 vom Finntroll (aktuell: Studio-) Keyboarder Henri Sorvali und seinem Bruder Ville gegründet und im Gegensatz zu den meisten Bands hier in der Liste, kommen die Finnen deutlich rougher daher.
Bei Moonsorrow gibt es zwar immer wieder „folkige“ Töne, doch ist der Metal deutlich dominanter. Die Idee der Brüder war, die finnische Folklore mit Metal zu vereinen. Deutlich wird das besonders durch recht lange Songs, die wie folkore Geschichten erzählt werden.
Das letzte Album ist nun auch schon fast zehn Jahre her (und konnte sogar drei Wochen Platz eins in Finnland halten), Live wiederum ist die Band immer wieder unterwegs und gibt vereinzelte Lebenszeichen. Zu einem neuen Longplayer gibt es derzeit leider keine Infos.
04. Eluveitie
Der schweizer Exportschlager aus Winterthur ist wohl eine DER Folk Metalgrößen überhaupt. Gegründet von Christian „Chrigel“ Glanzmann und 2002 noch als Studioprojekt gedacht, sorgte mit dem ersten Tonträger schnell für positive Stimmen und Glanzmann beschloss die Band auf die Bühnen der Welt zu hiefen.

Die schweizer Band zeichnet sich besonders durch ihr eher exotisches und breites Ensemble an Instrumenten aus, die vorallem ein breites Spektrum der keltischen Musik beherbergen. Über die Jahre gab es immer wieder Wechsel in der Band, was auch unterschiedliche Töne mit sich brachte. Die Konstante: Christian „Chrigel“ Glanzmann. Doch scheint er nicht über allem zu stehen, vielmehr macht es den Eindruck dass hier jeder Einfluss nehmen kann und so kommt hier eine Vielzahl an Einflüssen zum Einsatz. In den früheren Jahren überwiegten noch deutlich die Growls von Glanzmann selbst, so sind heute Parts von Sängerin Fabienne Erni in Vordergrund.
Zuletzt kam dieses Jahr das Album „Ánv“ über das Label Nuclear Blast Records auf den Markt und sorgte für überwiegend positive Kritiken.
03. Ensiferum

Ensiferum (zu deutsch: „Schildträger“) ist eine Band mit langer Geschichte. 1995 u.a. von Markus Toivonen gegründet (letztes Gründungsmitglied in der Band) zeigen sich vor allem die frühen Werke durch einen homogenen Mix an guter Laune Musik und etwas schwereren Songs aus.
1996 noch mit Jari Mäenpää am Mikro, wechselte 2004 Petri Lindroos von Norther zu Ensiferum und ersetzte Mäenpää, welcher sich um sein neues Projekt „Wintersun“ kümmern wollte. Und so setzte sich die Erfolgsgeschichte von Ensiferum fort. Der gefühlte Durchbruch gelang dann 2007 mit Victory Songs unter dem Label „Spinefarm Records“.
Und so veränderten sich die Alben über die Zeit immer mal wieder klanglich. Während „From Afar“ (2009) und „Unsung Heroes“ (2012) deutlich düsterer waren, gelang mit „One Man Army“ (2015) und „Two Path“ (2017) der Wechsel wieder zu etwas helleren und fröhlicheren Tracks.
2020 kam Ensiferum mit einem erneuten Stilwechsel in ihrem Folk Metal und führte mit Pekka Montin einen Keyboarder in die Band ein, welcher auch einige Clear Vocal Parts übernahm. Auf „Thalassic“ (2020) waren die Clear Vocals noch eher ergänzend und der Break zwischen dem Clear Gesang und den Growls von Lindroos zwar zuerst ungewohnt, was aber irgendwie zu einer krassen Dynamik der Songs beisteuerte. Auf dem Nachfolger „Winter Storm“ (2024) wurden diese klaren Passagen dann mehr.
02. Korpiklaani
Die Band Korpiklaani (dt.: „Clan des Waldes“) wurde 2003 in Lahti, Finnland gegründet und hat zu Beginn noch ein richtig uriges Erscheinungsbild. Schnell entdeckte Sänger Jonne Järvelä eine etwas andere Niesche für sich und Korpiklaani wurde mehr und mehr zur Humppa Party Band (mit folk Einflüssen).

Wo Korpiklaani ist, ist auch die Party und das lebt die Band ziemlich aus. Zwar gibt es auch imnmer mal wieder etwas ruhigere Stücke, doch steht der Spaß im Vordergrund. Markant neben der Geige und dem Akkordeon ist der Gesang von Järvelä, welcher bestenfalls als „Jollen“ oder „gejolle“ bezeichnet werden kann. Mag abwertend klingen, ist es aber nicht. Das „gejolle“ kommt sehr sympathisch rüber und integriert sich perfekt in den Humppa- Party Sound der Band. Auch auf der Bühne hebt sich Jonne Järvelä ab und könnte als finnischer Captain Jack Sparrow des Folk Metal durchgehen.
Während Korpiklaani in der Welt ziemlich beliebt ist, wird die Band in ihrer Heimat oft scherzhaft als „Alte Männer Musik mit Gitarren“bezeichnet.
01. Finntroll

Nummer eins ist die finnische Band Finntroll, doch während der Name was anderes vermuten lässt, singt die Band auf schwedisch. Das liegt in der Gründung der Band: Jan „Katla“ Jämsens Mutter gehörte dem kleinen schwedisch sprechenden Teil der Bevölkerung in Finnland an und da er und Teemu „Somnium“ Raimoranta (beides die Gründer von Finntroll) der Meinung waren, schwedisch würde deutlich „trolliger“ klingen, wurde schwedisch die Sprache der Band in deren Texten.
In den ganz frühen Zeiten, war Finntroll eher eine (Akustik) Folk Band mit vereinzelten Metal Einflüssen. Mittlerweile ist es genau anders herum und Finntroll war maßgeblich an der Prägung des heutigen Folk Metals beteiligt. Der Song „Trollhammaren“ ist für mich bis heute der Inbegriff für den Folk Metal und wegweisend was danach kam.
2020 erschien mit Vredesvävd das letzte Album, was zum Teil auch wieder den Weg zu den Wurzeln fand, aber ohne den Blick auf neuere Sounds zu verlieren. Ein wirklich toller Hybrid, der zum moshen und schunkeln einläd.


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