Top 10: Beste Folk Metal Band

3–4 Minuten
© Fabian Schmidt/ Hörsturz

Platz #10 bis #06

#10 Equilibrium
© Equilibrium

Equilibrium ist schon eine Weile keine reine Folk Metal Band mehr. 2001 als die Band in Bayern gegründet wurde, als Helge Stang noch am Mikro stand und 2005 dann „Turis Fratyr“ erschien, da war Equilibrium DIE deutsche Folk Metal Band. Das Ganze ist nun unfassbare 20 Jahre her und ich möchte garnicht all zu sehr in der Vergangenheit schwelgen.

Denn nach dem Weggang von Robse Dahn 2022, ist ein neuer Mann am Mikro und mit dem kommenden Album „Equinox“ scheint die Band um Gründer René Berthiaume alte Wege wieder neu zu bestreiten. Zumindest wirkt das, was man bisher hören durfte durchaus sehr folkig und ich ich bin gespannt auf das was kommt.


Turisas

1997 gegründet und 2010 in der vollen Blüte der Bandgeschichte. Die Finnen von Turisas waren einer der musikalischen Exportschlager zu der Zeit und waren aus der Szene kaum weg zu denken. Ihre hymnischen Songs zu historischen Themen und der wechselhafte, aber kraftvolle Gesang von Mathias „Warlord“ Nygård suchten ihresgleichen und so baute die Band sich eine solide Fanbase auf!

© Turisas
© Turisas

2019 spielte die Band ihr letztes Konzert und seitdem wurde es wirklich ruhig um das Sextett. Der weltweite Stillstand ab 2020 tat der Band sicher auch nicht gut und seit 2022 sind auch so gut wie alle Internetpräsenzen gelöscht. Was jetzt tatsächlich mit der Band ist? Keine Ahnung.

Die Band kann auf vier Alben in der Zeit von 2004 bis 2013 blicken, subjektiv betrachtet wurden Diese von Mal zu Mal schlechter.


Týr

Die färöische Folk Metal Institution „Týr“ ist nach wie vor sehr aktiv und war erst Anfang 2025 mit anderen Folk Metal Größen auf großer „Paganfest Tour“ in Europa unterwegs. Auch wenn die Band einen regen Wechsel an den Instrumenten hat, ist einer immer gleich: Heri Joensen.

© Týr

Der charismatische Sänger gibt maßgeblich den Weg der Band vor und auch wenn die Band zunehmend in progressiven Gefilden fischt, hat sie auf keinen Fall ihre Wurzeln vergessen.

Ein weiteres knackiges Merkmal, dass sich seit der Gründung 1998 wie ein roter Faden durch die Bandgeschichte zieht, ist das Tempo. Týr spielt seine Musik langsam, wirklich langsam. Sollte ein Song mal schneller klingen, ist der Plattenspieler entweder auf 45 Umdrehungen pro Minute oder es ist einer der wenigen schnelleren Song von Týr, was für jede andere Band eigentlich ein normales Tempo ist.


#07. Arkona

Der Folk Metal ist (wie so oft) eine ziemliche Männerdomäne! Doch die Russin Mascha „Scream“ Archipowa zeigt, dass es auch anders geht. Die 2002 gegründete Band verbindet russische Folklore mit Metal: Arkona!
Und ganz weit voran steht das Aushängeschild Mascha Archipowa. Die Band ist seit 17 Jahren bei Napalm Records unter Vertrag. Ähnlich wie die Bands zuvor, feierte auch Arkona ihren Höhepunkt des Schaffens um das Jahr 2010 herum.

© Arkona
© Arkona

Das letzte Album erschein 2023 und trägt den Titel „Kop“ und kam natürlich auch über Napalm Records auf den Markt. „Kop“ setzt das fort, was vorherige Alben vorbereitet haben, Arkona bedient sich weiteren Black Metal Elementen und distanziert sich somit von vielen Folk Bands die einen eher helleren Ton anschlagen.


#06. Trollfest
© Trollfest

Trollfest sind sowas wie die Minions des Folk Metal. Bunt, laut und so wirklich versteht sie auch keiner. Aber es ist lustig was sie machen.
Die norwegische Truppe hat ihren ganz eigenen Gesang, der eine Mischung aus deutsch und norwegisch ist und liebevoll „Trollspråk“ genannt wird.

So verrückt wie der Gesang, ist auch die Musik. Trollfest schmeißt einen Haufen Genre in den Mixer, püriert das Ganze ordentlich durch und garniert das Ganze mit ordentlich Metal. Wer sich die Band anhören möchte, sollte sich auf Stilmixe von u.a. Humppa, Ska, Reggea, Tango und Walzer einstellen.

Die Band gibt es seit 2004 und in den über 21 Jahren Bandgeschichte, ist besonders bemerkenswert dass die Band nur wenige Wechsel hatte. Das scheint für ein gutes Bandgefüge zu sprechen.

Die Musik selber ist für mich über die Zeit recht albern geworden. Zwischendurch auch sehr poppig. Aber wer weiß, wie sich das Ganze noch entwickelt.

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